Dünndarmgeschwür

 

Wie auch für das Magengeschwür ( -> Magen) beschrieben, so ist als Ursache für die Geschwürserkrankung des Dünndarms vor allem die Infektion der Magen/Dünndarmschleimhaut mit Helicobacter pylori anzuschuldigen. Seitdem diese Bakterien immer öfter behandelt werden, gewinnen andere Ursachen (wie zum Beispiel die Einnahme von Schmerzmitteln wie Ibuprofen, Diclofenac oder Aspirin) zunehmend an Bedeutung bei der Auslösung von Dünndarmgeschwüren. Aber immer noch wird häufiger als im Magen ein Dünndarmgeschwür (Zwölffingerdarmgeschwür, Ulcus duodeni) durch den Helicobacterkeim ausgelöst (in bis zu 90 % der Fälle). Die Mechanismen sind beim Magengeschwür (-> Magen) beschrieben. Eine Heilung des Zwölffingerdarmgeschwürs ist zwar durch Magensäureblocker (Protonenpumpenhemmer) möglich, aber wenn die zugrunde liegende Infektion nicht behandelt wird, treten in fast allen Fällen neuerliche Zwölffingerdarmgeschwüre auf. Die Behandlung der Helicobacterinfektion ist beim Magengeschwür beschrieben (Eradikation). Im Gegensatz zum Magengeschwür sind Zwölffingerdarmgeschwüre so gut wie nie bösartig. Eine endoskopische Kontrolle mittels Magenspiegelung/Zwölffingerdarmspiegelung ist demzufolge auch idR nicht erforderlich. Der Behandlungserfolg muß aber mit dem Helicobacter-Atemtest (-> Untersuchungen) überprüft werden. Dieses sollte 4 Wochen nach Ende der einwöchigen Kombinationsbehandlung erfolgen, auch wenn der Patient zu diesem Zeitpunkt vollständig beschwerdefrei ist!
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