Gastritis

Die wichtigsten Erkrankungen des Magens wie Magenschleimhautentzündung (Gastritis), Magengeschwür (Ulcus ventriculi) und Magenkrebs (Magencarcinom) können alle <müssen aber keinesfalls!> mit einer Infektion des Magens durch das Bakterium „Helicobacter-pylori“ in Zusammenhang stehen. Dieses Helicobacterbacterium ist in der Lage, in dem stark säurehaltigen Milieu des Magens zu überleben. Dies schafft kein anderes Bakterium (es „verkriecht“ sich  praktisch unter der Schleimschicht und vermeidet so den Kontakt zum sauren Magensaft!). Nahezu alle anderen mit der Nahrung aufgenommenen Bakterien, werden durch die Magensäure abgetötet. Im Hohlraum des Magens selbst stirbt auch der Helicobacterkeim. Es wird angenommen, dass besondere Bedingungen im Kindes- u. Jugendalter die Infektion mit Helicobacter pylori ermöglichen. Die Bakterien überleben dann unter der Schleimschicht, die die Magenschleimhaut bedeckt, in einer „Wolke“ aus säurebindendem Ammoniak, mit der sie sich umgeben.

Die körpereigene Abwehr schafft es im Gegensatz zu allen anderen bakteriellen Infektionen nicht, diese Infektion ausreichend zu bekämpfen und „zu heilen“. Der Helicobacterkeim überlebt nach der Infektion – die meist schon in der Jugend erfolgt – ein Leben lang unter der Schleimschicht der Magenschleimhaut. Einige – keinesfalls alle! – Menschen, die mit Helicobacter pylori infiziert sind, werden auch krank durch diese Infektion. Die überwiegende Zahl der Magenschleimhautentzündungen werden aber durch eine Helicobacterinfektion ausgelöst (Gastritis Typ B). Es gibt auch andere Ursachen einer Magenschleimhautentzündung: so können vor allem bestimmte Medikamente (Aspirin u. andere Schmerz- oder Rheumamittel!) und auch Gallensäuren, die aus dem Dünndarm in den Magen zurückfließen, eine Magenschleimhautentzündung verursachen. Der betroffene Patient klagt oft Übelkeit, Schmerzen (vermehrt nach dem Essen) und unter Umständen auch über nächtliche, krampfartige Beschwerden im Oberbauch. Nicht selten jedoch verursacht eine Magenschleimhautentzündung auch keinerlei Beschwerden. Eine Behandlung muß sich immer nach den auslösenden Ursachen richten. Die Behandlung einer Helicobakterinfektion wird beim Magengeschwür beschrieben. Auch eine Reduzierung der Magensäurebildung mit Blockern der Säureproduktion des Magens (Protonenpumpenblockern) kann oft helfen, ebenso eine begleitende Diät.
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