Manometrie – pH-Metrie

Manometrie und pH-Metrie der Speiseröhre

Die Druckmessung (Manometrie) bzw. Säuremessung über 24 Stunden (pH-Metrie) der Speiseröhre erlaubt es, die Ursache von Beschwerden zu klären, die ihre Ursache in der Funktion der Speisröhre bzw. im Versagen des Ventilmechanismus zwischen Speiseröhre und Magen haben. Die entsprechenden Symptome sind vielfältig: zB Schluckstörungen, Schmerzen oder Krämpfe hinter dem Brustbein oder die typischen „Übersäuerungsprobleme“ mit Sodbrennen und Rückfluss von Mageninhalt bis in den Rachen. Auch dienen die Untersuchungen auch zur Erhebung von Daten vor einem geplanten operativen Eingriff. Eine spezielle Vorbereitung ist nicht notwendig, allerdings müssen Sie nüchtern sein. Falls vom Arzt nicht anders verordnet, sollten blutgerinnungshemmende Medikamente und Säureblocker (wie z. B. Omeprazol oder Pantozol) mindestens 5 Tage vor der Untersuchung abgesetzt werden.

Sowohl für die Druckmessung als auch für die Säuremessung wird über die Nase eine biegsame Sonde in die Speiseröhre bzw. den Magen gelegt. Das Einführen der Sonden erfolgt in der Regel im Sitzen, wobei die Passage durch die Nase und den Rachenraum manchmal als unangenehm und selten auch als schmerzhaft empfunden wird. Zur Erleichterung wird eine örtliche Betäubung mit einem Gel bzw. einem Spray vorgenommen. Die Druckmessung erfolgt in Rückenlage, wobei die Sonde, die über Druckaufnehmer den Muskeldruck in den einzelnen Abschnitten der Speiseröhre misst, cm-weise zurückgezogen wird. Zwischendurch werden Sie immer wieder aufgefordert, entweder „trocken“ zu schlucken oder Sie erhalten portioniert jeweils 5 ml Leitungswasser. Die Dauer der Untersuchung beträgt ca. 30 min. Die Langzeit-Säuremessung erfordert die Platzierung einer sehr dünnen Sonde, wobei diese über 24 Stunden kontinuierlich die Messdaten an ein Ihnen umgehängte Gerät liefert. Während dieser Zeit ist ein mitgegebenes Protokoll über Mahlzeiten und Liege- bzw. Aufrechtpositionen sorgfältig zu führen, da es für die Interpretation der Messdaten wichtig ist zu wissen, ob sie zum Zeitpunkt der Messung gelegen, gesessen und gegessen haben. Bitte meiden Sie während der Messzeit saure Speisen wie Salate, saure Früchte und Fruchtsäfte sowie kohlensäurehaltige Getränke, da diese das Messergebnis verfälschen können.

In der Regel können Sie sofort nach der Druckmessung und während der Säuremessung essen und trinken, wobei die Wirkung der lokalen Betäubung abgeklungen sein sollte. Sollten Sie die Säuremessung aus irgendeinem Grund nicht vertragen, können Sie die Sonde gefahrlos entfernen, allerdings werden dann natürlich keine Messdaten aufgezeichnet.

Informationen zur auch inder Aufklärung (Manometrie) finden Sie auch auf unserem Gastroenterologenportal.

Letzte Aktualisierung der Seite vom 28.04.2014